Geophilologie

Die Erfindung des Raums

Frank Lestringant:
Die Erfindung des Raums
Kartographie, Fiktion und Alterität
in der Literatur
der Renaissance.
Erfurter Mercator-Vorlesungen
,
hg. v. Jörg Dünne,
a.d. Französischen v. Kathrin Fehringer
u. Jörg Dünne

März 2012,
202 Seiten, kart., zahlr. Abb.,
25,80 €, ISBN 978-3-8376-1630-9
Verlagsinformationen

 

Dieses Buch ist eine Reise in die Kartographie-, Religions- und Literaturgeschichte
der Frühen Neuzeit und gibt zum ersten Mal in deutscher Übersetzung
einen Einblick in die Studien des französischen Renaissance-Forschers
Frank Lestringant. Stilistisch ebenso brillant wie historisch präzise untersucht
der Reiseliteratur-Spezialist nicht nur das Verhältnis von Kartographie und
Literatur von Olaus Magnus bis François Rabelais, sondern wirft auch die
Frage auf, wie Europa in der Auseinandersetzung mit fernen Welten seine
eigene Fremdheit entdecken kann.

 Leseprobe (Verlagsseite)

 

 

 

Workshop "Geophilologie"

Gotha, 1.-2. Juli 2010
Schloss Friedenstein, Gotha, Forschungsbibliothek (Konferenzraum)
1. Juli, 14 Uhr - 2. Juli, 12.45 Uhr

Organisation:

Jörg Dünne (Erfurt, Romanistische Literaturwissenschaft) und
Frank Lestringant (Professeur de littérature du XVIe siècle, Université Paris IV- Sorbonne, im SoSe 2010 Gastprofessor in Erfurt)
Konferenzsprachen: Französisch und Deutsch

Gegenstand des Workshops:

Während die Geisteswissenschaften einschließlich der Philologie in den letzten Jahren diverse Anleihen bei den Geowissenschaften genommen haben, scheint die umgekehrte Frageperspektive bislang noch nie in einem umfassenderen, interdisziplinären Zusammenhang untersucht worden zu sein, d.h. die Frage nach der philologischen Tradition der Geographie. Gegenstand des interdisziplinären deutsch-französischen Workshops ist die Praxis ‚literarischer’ bzw. textgestützter Geographie, die die Disziplin seit ihren Ursprüngen begleitet und die in der Frühen Neuzeit eine neue Akzentuierung erfährt. Die Untersuchung dieser Tradition soll mit dem Ausdruck GEOPHILOLOGIE bezeichnet werden.

Ausgehend von der Konzeption der spätantiken Geographie in Alexandria, die explizit als philologische Tätigkeit der Textkritik konzipiert wurde, wird es darum gehen, die Konzeption der Geographie als Textwissenschaft sowie die dabei implizierten Praktiken und Techniken seit der Antike zu perspektivieren – der Schwerpunkt liegt dabei in der Frühen Neuzeit, erstreckt sich jedoch bis in die Moderne hinein, was sich am Forschungsstandort Gotha insbesondere am Verlagsarchivs des Hauses Perthes zeigt.

 

Programm (NEUER Stand: 30.6., pdf-Fassung):

Jeudi, 1 juillet/Donnerstag, 1. Juli

14 h
Visite de la « Forschungsbibliothek Gotha »/Besichtigung der Forschungsbibliothek

15.30
Pause café/Kaffeepause

16 h
Ouverture/Eröffnung

Section I (Présidents de la séance/Moderation: Jacques Lévy/Elsa Chavinier, Lausanne)

16.15   
Jörg Dünne (Erfurt) : « Pour une approche philologique de l’histoire de la géographie »

17.00   
Jean-Marc Besse (Paris) : « Cartes et dictionnaires: l'activité philologique d'Abraham Ortelius »

17.15
Pause

18.00  
Annette Gerstenberg (Freiburg/Bochum) : « Les liens entre l'histoire de la géographie, l'histoire des textes et l'histoire linguistique »

18.45   
Fin de la première section/Ende der ersten Sektion
 

Vendredi, 2 juillet/Freitag, 2. Juli

9.00   
Visite de la « Forschungsbibliothek Gotha »/Besichtigung der Forschungsbibliothek

10.30
Pause café/Kaffeepause

Section II (Présidente de la séance/Moderation: Susanne Rau, Erfurt)

10.45   
Frank Lestringant (Erfurt/Paris) : « Éditer la Cosmographie universelle de Guillaume Le Testu, un atlas de 1556 »

11.30   
Wolfgang Struck (Erfurt) : "Auf des Meer's tief unterstem Grunde". Eine Hydrographie der Literatur

12.15   
Discussion finale/Schlussdiskussion

12.45   
Fin de la journée d’étude/Ende des Workshops


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© dispositio