Aktuelles Allgemein

"Laborgruppe Kulturtechniken" nimmt ihre Arbeit auf

Die Laborgruppe Kulturtechniken, ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt der Universität Erfurt und der Baushaus Universität Weimar, nimmt mit einem Gastvortrag des Kieler Philosophen Manfred Sommer zur "Rektangulierung der Wirklichkeit" im November 2014 ihre Arbeit auf. Näheres zu den Mitgliedern und den Veranstaltungen der Gruppe auf der Projektwebsite.

Stipendienausschreibung zum Start der Laborgruppe "Kulturtechniken"

An der Universität Erfurt nimmt im Herbst 2014 eine 'Laborgruppe' zum Thema "Kulturtechniken" ihre Arbeit auf - der Gruppe gehören in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar Vertreter der Geschichts-, Literatur und Medienwissenschaften an. Zum Start der Gruppe sind zwei Stipendien ausgeschrieben - nähere Informationen auf der Internetseite der Gruppe.

Neues Forschungsprojekt: Die katastrophische Feerie

"Die katastrophische Feerie: Diskontinuität, Spektakularität und die französische Moderne" - so lautet der Titel eines DFG-geförderten Forschungsprojekts ab dem Sommersemester 2012.

Das Projekt widmet sich der Rehabilitierung der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, vor allem im Frankreich des 19. Jahrhunderts populären Gattung der Feerie. Über die bisher in der Forschung vorherrschende Einordnung als reine Unterhaltungsgattung hinaus soll es darum gehen, die Feerie als paradigmatisch für eine spezifische Erfahrung moderner Zeitlichkeit zu erfassen, die sich durch die ästhetische Form einer spektakulären Diskontinuität auszeichnet und häufig als Katastrophe modelliert wird. Die Feerie wird vor allem als Brückengattung zwischen Theater und Film um 1900 zunächst auf die ästhetischen Effekte ihrer Tableaustruktur hin in den Blick genommen. Weiterhin soll anhand von narrativen Anverwandlungen katastrophischer Feerien in der französischen Erzählliteratur von Flaubert bis Céline untersucht werden, wie im Erzähltext Strukturen des Spektakulären entstehen, die herkömmliche Formen narrativer Zeitorganisation kontaminieren. Und schließlich wird es um die Frage gehen, inwiefern die spektakuläre Diskontinuität der Feerie paradigmatisch für eine spezifische Vorstellung von der ästhetischen sowie wissensgeschichtlichen Moderne als ganzer sein könnte, die zwischen Katastrophismus und magischer Sichtbarmachung von Unsichtbarem oszilliert.

Ab April 2012 werden mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Wissenschaftliche Hilfskraft, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Jörg Dünne zwei Jahre lang zu diesen Fragen forschen. Es sind im Rahmen des Projekts mehrere Workshops und Vorträge geplant – die Eröffnungsveranstaltung für das Projekt mit einem Gastvortrag des Berliner Kulturwissenschaftlers Olaf Briese zu „Zauberstück und Katastrophe“ findet am Abend des Mittwoch, 2. Mai 2012 an der Universität Erfurt statt. Nähere Informationen auf der Projekthomepage.
 

 

 

 

 


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