Michel Foucault und die Literatur

Mi, 14-18 Uhr, B-Woche, LG 1/214
Leitung: Martina Bengert

 Kursbeschreibung:
Die Thesen des französischen Historikers und Philosophen Michel Foucault (1926-1984) beeinflussten die literaturwissenschaftliche Diskussion der  letzten Jahrzehnte maßgeblich. Ziel des Seminars soll es sein, den verschiedenen Positionen der Literatur innerhalb des Foucaultschen Werkes nachzugehen. Dazu sollen einzelne Texte des 2003 bei Suhrkamp erschienenen Bandes Michel Foucault „Schriften zur Literatur“ gelesen werden. Wir werden u. a. untersuchen, inwieweit die Literatur einem Gegendiskurs („contre-discours“) entspricht und worauf die These einer Autoreferentialität der (modernen) Literatur sowie der Autorbegriff Foucaults beruhen.
Foucault selbst hat den Einfluss literarischer Werke (mitunter von Georges Bataille oder Maurice Blanchot) als eminent für die Entfaltung seiner philosophischen Thesen erachtet. Um die Rolle der Literatur und den Umgang mit ihr weiter zu beleuchten, ist geplant die im ersten Teil des Seminars erarbeiteten theoretischen Konzepte mit zentralen literarischen Referenztexten Foucaults, z. B. Miguel de Cervantes’ „Don Quijote“ zu verbinden.
Grundkenntnisse des Französischen sind wünschenswert, jedoch nicht Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
Literatur: Michel Foucault (2003) „Schriften zur Literatur“, hg. v. Daniel Defert und François Ewald, Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
 

Kursmaterialien (zugangsgeschützt, Password beim Kursleiter erfragbar):
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