Literatur, Anthropologie und Medien

Do 12:00-14:00, LG 1/214

Kursbeschreibung:

Literarische Anthropologie ist ein durchaus kontrovers diskutiertes Feld der neueren literaturwissenschaftlichen Theoriebildung, das Kulturbeschreibung und Textanalyse miteinander in Bezug zu setzen versucht, indem bspw. Literatur als eine spezifische Form kultureller Imagination begriffen wird.
Auch in der Medientheorie, insbesondere seit M. McLuhans Konzeption von Medien als „Extensionen“ des menschlichen Körpers, spielt Anthropologie eine ebenso zentrale wie umstrittene Rolle. Der Kurs möchte versuchen, kultur- und medienanthropologische Fragestellungen an exemplarische literarische Texte miteinander in Beziehung zu setzen und kritisch zu diskutieren.
Dies soll am Leitfaden einer sowohl von der Kulturanthropologie als auch von der Medienwissenschaft benutzten Opposition geschehen, die u.U. auch für die Literaturwissenschaft fruchtbar gemacht werde kann: Wo die Anthropologie (etwa bei Claude Lévi-Strauss) ‚kalte’ und ‚heiße’ Kulturen unterscheidet und die Medienwissenschaft ‚kalte’ und ‚heiße’ Medien (so M. McLuhan) kennt, lässt sich da evt. auch von ‚kalten’ und ‚heißen’ Texten bzw. Literaturen sprechen?

 Kursmaterialien (zugangsgeschützt, Password beim Kursleiter erfragbar):

 

 



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