Die Tragödie und das Tragische. Vom spanischen Barock zur französischen Klassik

Di, 16-18, Raum  LG 1, 506
Semesterapparat Nr. 1080


Kursbeschreibung:
Während sich das Theater der französischen Klassik eng an die antike Tragödientradition anlehnt, kennt das spanische Barocktheater nach allgemeinem Verständnis keine Tragödie im engeren Sinn. Im Vergleich ausgewählter spanischer und französischer Dramen des 17. Jahrhunderts soll das Gattungsverständnis der französischen Tragödie im Vergleich zum spanischen Barockdrama, insbesondere dem sog. Ehrendrama, erarbeitet werden. Dabei ist auf die jeweils maßgeblichen Poetiken (Aristoteles, Lope de Vega) einzugehen. Darüber hinaus gilt es jedoch auch nach übergreifenden Merkmalen eines Tragischen zu fragen, das sich nicht auf Gattungskonventionen reduzieren lässt und sich insbesondere dort zeigt, wo der menschliche Körper in den dramatischen Konflikt zwischen politischem Handeln und persönlichem Begehren eingespannt wird. Mindestens eines der folgenden Stücke sollte zu Semesterbeginn bereits gelesen sein:

Pedro Calderón de la Barca, El médico de su honra (Der Arzt seiner Ehre); Pierre Corneille, Le Cid (Der Cid); Jean Racine, Andromaque (Andromache).
Sekundärliteratur: Teuber, Bernhard: "Die frühneuzeitliche Tragödie als Opfer auf dem Theater? Inszenierungsformen ritueller Gewalt im spanischen Barock und in der französischen Klassik". In: Gerhard Neumann, Sigrid Weigel (Hg.): Lesbarkeit der Kultur - Literaturwissenschaften zwischen Kulturtechnik und Ethnographie. München: Wilhelm Fink 2000, S. 79-99.

  • Ergebnisse: Alle Arbeiten sind inzwischen (Stand: 15.3.) korrigiert - sie können samt Bescheinigungen bei Frau Otto (M1, 514) abgeholt werden.
     
  • Interne Teilnehmerseiten (nur mit Registrierung)

Kursmaterialien (zugangsgeschützt, Password beim Kursleiter erfragbar):



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